Komplexe
Rettungsübung mit dem Wurfsack
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Ein
Schwimmer hat sich mitten im steilen Wildbach mit dem Bein
verfangen und kommt aus eigener Kraft nicht mehr frei. Ebenso
gut könnte es ein eingeklemmter Kajakfahrer sein.
Eine direkte Hilfe ist wegen der starken Strömung unmöglich,
aber beide Ufer sind begehbar und der Fluss ist nicht zu breit.
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Zuerst
ziehen die Retter ein Seil unter das Opfer und ziehen das
Seil straff. So hat der Verunglückte etwas Halt und kann
besser atmen.
Der Rest der Übung ist auf den folgenden Teddy-Bildern
besser darzustellen:
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1)
Zuerst fliegt ein Wurfsack an das (flussabwärts gesehen)
rechte Ufer
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2)
Mit dem ersten Wurfsack wird ein Doppelseil herübergezogen.
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3)
Das Seil reicht doppelt gerade noch über den Fluss. Bei
einem breiteren Fluss hätte man ein zusätzliches
Seil einsetzen müssen.
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4)
Der Retter am rechten Ufer (Pfeil) geht flussauf und schwingt
das eine Seil über den Verunglückten.
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5)
Der häufig schwierigste Teil in der Praxis: Das Seil
muss unter die Arme des Verunglückten. Strömung,
Hindernisse oder Schwimmwesten mit dicken Brust-Taschen erschweren
diese Aktion.
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6)
Das Seil liegt unter den Armen (mindestens unter einem Arm!).
Wenn das Seil günstig liegt kann jetzt der Verunfallte
schon jetzt ans rechte Ufer gezogen werden. Hauptzug am Doppelseil,
das Einfachseil vom linken Ufer kann nur unterstützen.
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7)
Der leitende Retter ist nicht sicher ob das Doppelseil fest
genug am Verunglückten sitzt. Deshalb klickt er die
Bodenschlaufe des rechten Wurfsacks mit einem Karabiner
in das Seil zu einer Schlinge.
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8)
Die Schlinge wird zugezogen und sitzt dann sicher am Verunglückten,
auch der Retter am linken Ufer kann jetzt kräftiger ziehen
als bei #6.
Die Hauptzugrichtung ist wieder zum rechten Ufer (Pfeil)
Mit kräftigem Zug gegen die Strömung kann der Verunfallte
befreit und ans Ufer gezogen werden.
Der
Betrachter dieser Bilder sollte nicht dem Irrtum unterliegen,
dieses Rettungsmanöver am Bildschirm lernen zu können.
Unter professioneller Anleitung macht es Spass zu lernen.
Dort erfahren Sie weitere Details, die zum Erfolg solcher
Rettungen unbedingt nötig sind.
Natürlich könnte man auch ein verkeiltes Boot mit
dieser oder ähnlicher Technik befreien. Wenn die Voraussetzungen
stimmen (Situation, Ausbildung, Teamwork, regelmäßiges
Training,..), dann lassen sich auch scheinbar ausweglose Problemfälle
ohne Risiko für die Retter lösen.
Die Bilder oben sollen die Möglichkeiten aufzeigen, die
man nach einer Ausbildung hat. Sie können
jedoch die Ausbildung nicht ersetzten. Erst ausbilden und
trainieren, dann anwenden. Sonst nicht!
Die
Rettungsübung (Bild 1) wurde von Mike Mather geleitet
und fand bei einem Kurs der DGWR
statt. Vielen Dank für die Zusammenarbeit!
Kontaktadressen z.B:
Deutsche
Gesellschaft zur Wasserrettung
Swiftwaterresue.at
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Mike
Mather (graues T-Shirt) aus USA ist hauptberuflich Ausbilder
für Wildwasserrettung.
Horst Fürsattel war jahrelang Kanulehrer-Ausbilder im
VDKS. Als Ausrüstungs-Hersteller arbeitet er heute eng
mit professionellen Rettungsdiensten zusammen. |

Das Bild von Mike und Horst hat Theresa Langer gemacht -
vielen Dank!
Alle sonstigen Bilder dieser Seite und der Text sind von
Horst Fürsattel.
Copyright Horst Fürsattel 2004 | Stand dieser Informationen:
02.11.2004
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