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EuroCup 2005
3 Städte, 3 Playspots, 3 coole Freestyle-Events
 
Die Sommermonate von Juni bis August waren auch in diesem Jahr wieder die Zeit des EuroCups. Nach dem Showdown in Australien im Januar gab es einen heißen europäischen Freestyle-Sommer und Weltmeisterin Jutta Kaiser kann sich auch hier wieder einmal durchsetzen und den EuroCup-Titel erfolgreich verteidigen.
 

Eurocup '05/1: Bremgarten: "Wave & Wheels"

Los ging es in diesem Jahr mit dem wohl größten Event auf europäischem Boden: dem "Wave & Wheels" in Bremgarten in der Schweiz. Simon Hirter hat in seinem Heimatort eine Veranstaltung auf die Beine gestellt, bei der Skater, Surfer und Kayak-Freestyler gemeinsam die mehreren Tausend Zuschauer beeindruckten.
Die historische Altstadt von Bremgarten bildete den Rahmen für 4 Tage Action und Musik nonstop. Shows, spannende Wettkämpfe und Live-Konzerte am Abend - Langeweile war ein Fremdwort, hier war für jeden etwas geboten und wer wirklich noch nicht ausgelastet war, hatte ja noch die Chance für das Bobbycar-Rennen zu trainieren!
Gute Wasserstände und tolles Wetter waren Traumbedingungen für den Kajak-EuroCup auf der oberen Welle in Bremgarten. In der schnellen, brechenden Welle waren sowohl die Wellen-Moves als auch die meisten Walzen-Tricks "machbar".
 

 
   Kein Wunder, dass sich die Starterliste wie das who-is-who der Freestyle-Szene las: Billy Harris, Bryan Kirk, Tanya Shuman, Devon Parker und andere kamen aus Nordamerika angereist, Starter aus Afrika waren dabei und natürlich viele der europäischen Top-Fahrer: Ed Smith, Tobias Bersch, Matt Cooke, David Arnaud, Fiona Jarvie, Lynsey Evans and Lianne Wagtho (um nur ein paar zu nennen). Denn es ging ja nicht nur um den Sieg beim "Wave & Wheels", sondern auch um wichtige EuroCup-Punkte.
In den spannenden Finals am Samstag abend zeigt die Deutsche Mannschaft ihre Stärke. Lukas Kalkbrenner (2. bei den Weltmeisterschaften in Australien) setzte sich bei den Junioren durch. Nico Langner und Jutta Kaiser landeten jeweils auf dem 1. Platz bei den Herren und Damen.
Eurocup '05/2: Nottingham
Der nächste Schauplatz war Nottingham in Großbritannien. Organisator Pete Astles musste bei seiner Generalprobe für die EM im nächsten Jahr eine Starterliste bewältigen, die an Länge kaum zu übertreffen war – ob es nun die meisten wegen dem neuen Playspot im Looping Pool nach England gezogen hat oder aufgrund der bekannt guten britischen Partys? Wer weiß…
Auf dem Wasser ging es wie gewohnt heiß her, doch auch an Land war eine Menge geboten: Kommentator Matt Cooke hatte einen ganzen Berg an Sweet-Mützen, Shirts und anderen schönen Sachen für die Zuschauer bereit. Doch diese gab es natürlich nicht "umsonst"…ein bisschen Einsatz war schon nötig:   
So ging die superkomfortable Mega-Thermarest an das Mädel, dass als erste ohne Klamotten auf der Matte liegt. Lowri Davies war die mutigste und schnellste… Glückwunsch von dieser Stelle aus!
 
Und Glückwünsche gingen auch an Ed Smith, der bewies, dass er der kommende Superstar in Europa ist. Mit seinem verdienten Sieg unterstrich er seine Top-Form und übernahm damit auch die Führung im EuroCup.
Bei den Damen siegte Lenka Novotna vor Jutta Kaiser: im spannenden letzten Lauf hatte Lenka die Nase vorn und feierte damit ihren ersten Sieg in ihrer Laufbahn.
    
Eurocup '05/3: Prague
Das große Finale nahte im August in Prag. Vorher gab es noch viel Arbeit für die tschechischen Organisatoren, den Playspot im Slalomkanal von Troja EuroCup-tauglich zu machen. Erst wenige Tage vor dem Event waren die Umbauarbeiten möglich und so hatten auch die Locals in dem sehr schwierig zu beherrschenden Spot kaum Heimvorteil.
Nicht nur die Walze selber stellte den ein oder anderen Paddler vor zuvor nicht gekannte Schwierigkeiten! Auch die direkt folgende kleine Stufe sollte einigen zum "Verhängnis" werden: denn einmal dort runtergespült, gab es keine Chance mehr, in diesem Lauf zurück in die Walze zu paddeln.

Doch diejenigen, denen es gelang, mehr Zeit in dem Playspot zu verbringen, wurden dafür von der begeisterten Menge frenetisch angefeuert. Die Zuschauerränge waren bis auf den letzten Platz voll und überall wurden Fahnen geschwungen und mit Rasseln und Pfeifen für die notwendige akustische Untermalung gesorgt.
 

Gute Bands und preisgünstiges Bier: Freitag und Samstag Abend wurde in bestem Rodeo-Style gemeinsam gefeiert. Doch Sonntag stellte sich dann endgültig die Frage: wer würde sich heute durchsetzen können und damit auch den EuroCup für sich entscheiden?
Lokalmatador Petr Csonka setzte die Maßstäbe bei den Herren und zeigte unglaubliche Läufe: McNasty’s und Phoenics Monkeys auf beiden Seiten waren der Schlüssel zum Gewinn des Wettkampfs. Dem Briten Ed Smith genügte ein 4. Platz in Prag, um den Gesamt-EuroCup bei den Herren zu gewinnen; gefolgt vom Holländer Casper van Kalmthout und dem bisherigen Serien-Sieger Tobias Bersch aus Deutschland.   
Bei den Damen gewann Weltmeisterin Jutta Kaiser auch in dieser Saison den EuroCup; gemeinsam mit Lenka Novotna (2. Platz) und Lianne Wagtho (3.Platz) stand sie wieder einmal ganz oben auf dem Treppchen.
Bei den Junioren setzte sich am Ende ebenfalls ein Lokalmatador durch: Jan Spindler hatte bei allen drei EuroCups konstant gute Ergebnisse erzielt und konnte sich nun über den Gesamt-EuroCup-Titel freuen!
 
 
Nach der Siegerehrung war dann noch genug Zeit für die meisten Paddler, um einen Abstecher in die sehenswerte Altstadt von Prag zu machen. In der Menge der vielen Touristen, die hier die historischen Bauten von Prag bestaunen, tauchten die erfolgreichen Freestyler unter und niemand weiß, ob nicht am Ende gutes Essen und Bier doch wieder verlockender waren als Kirchen und Karlsbrücke…


Text: Jutta Kaiser (Sept.'05)
Images: Unknown, Jutta-Kaiser-Archives
Many thanks to Jutta and the unknown photographers!

 
 Ergenisse(PDF-Dateien):

Vielen Dank an http://cnawr.cz, dort wurden die Ergebnisse aufbereitet und als erstes veröffentlicht
 

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